QC1: Berliner Platz,
im vergangenen Jahr waren die Bürger zu Wort gekommen, nachdem die Planungen und Ideen seit vielen Jahren in den Schubladen „schlummern“. Eine Ampel-Lösung wurde 2025 von der Verwaltung favorisiert und nur eine Alternative, welche mindestens die Qualitätsstufen einer Ampelanlage für Kemptener- und Bregenzer Straße erfüllen, wäre noch zu diskutieren. Aber wie soll ein Plan B realisiert werden, wenn im Bauamt dazu keine Ideen und Versionen/Visionen ausgearbeitet werden? Der „städtische Strukturentwurf“ zum Berliner Platz fasst die Erfordernisse zusammen, ist aber beileibe keine Konzeption für die Zukunft und ein städtebaulicher Wettbewerb soll nun die nicht vorhandene Kreativität ersetzen. Da waren wir „aktiver“ und haben uns auch mit den dortigen Liegenschaftsbesitzern ausgetauscht und einen Plan B entworfen.
Die gezeigte 3D-Darstellung berücksichtigt auch private Flächen, welche in einer Art „Raumordnungsverfahren“ zu entwickeln und bei Bedarf zu erwerben/tauschen wären, was die Planungen interessant und spannend machen. Berücksichtigt sind außer der funktionierenden Anbindung der Rickenbacher Straße auch ein großzügiger ZUP und für die Fußgänger und Radfahrer eine Unterführung zwischen Apotheke und Bahnhofs-Bereich. Sicherlich eine Herausforderung zur weiteren Optimierung.
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QC2: Verkehrsableitung Kamelbuckelbrücke
Wenn die Zufahrt nach Lindau auch den Berliner Platz entlasten soll, benötigen wir ein Splitten von Stadtverkehr und Touristen, denn eine saisonale Überlastung der Insel und der Zufahrtsstraßen ist bekannt. Eine Erschließung von Reutin-Süd wäre ein Plan B, aber wie? Auch dazu haben wir uns Gedanken gemacht:
Mit einer „Anschluss Straßenverbindung“ zur Kamelbuckelbrücke, vor der Kamelbuckelbrücke und vielleicht einem (kleineren) Kreisverkehr in der Bregenzer Straße vor der Brücke kann der Verkehr zur Therme und zukünftigen Eichwald-Quartier abgefangen werden.
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QC3: Reutin Süd
Mit einer neuen Zufahrts-Straße in Reutin-Süd über die alten DB-Bereiche zu einem neuen Parkhaus kann auch eine Insel-Quartiersgarage geplant werden. Dann in Verbindung mit moderner Mobilität und autonom fahrenden Mini-Bussen, für die Strecke Ladestraße, Insel und hintere/westliche Insel.
QC4: Sonderkapital
Alles hat seinen Preis, und Lindau hat sich deshalb in der Vergangenheit intensiv verschuldet. Ein Plan B wäre jedoch für die Zukunft wichtig, in dem eine win-win-Situation für die Deutsche Bahn als auch für unsere Stadtentwicklung-LI-Reutin generiert werden müsste. Mit der gemeinsamen Erschließung der DB-Flächen in Reutin kann Lindau Platz für neues Wohnen mit optimierter Mobilität kreieren. Mit der Zufahrt über die Kamelbuckelbrücke (QC2) kann der gesamte Bereich mit nahezu 50-60.000m2 neu gestaltet werden. Die unter Denkmalschutz stehende Lagerhausbereiche können neue Gewerbeflächen werden, viele Häuser und Wohnungen, welche „aufgestelzt“ gebaut werden, sind vermutlich weniger kostenintensiv. Bezahlbares Wohnen für Lindauer:innen und privaten Investoren könnte geschaffen werden. Die Kosten für den Erwerb und Umsetzungen werden von den Häuslebauern wieder zurückbezahlt, deshalb der Begriff: Sonderkapital
QC5: Die Diskussion zu Smart City, Schwammstadt, Nahwärme-Netze, Resilienz in Städten, kostengünstigerem Bauen und bezahlbaren Mieten, zu neuer Mobilität und „blechfreier“ Insel, dem Identitätserhalt Gartenstadt LI, Freiflächenkonzepte und updaten des FNP mit Einbeziehungs-Satzung/Ortsrand-Satzungen, usw. sind die nächsten Herausforderungen
QC6: Schuldenabbau
unwirtschaftliche GWG-Liegenschaften können in einem „Rückfall“ an die Stadt zur Veräußerung als „Liebhaber-Gebäude“ verwendet werden, aber auch freie und teure Grundstücksbereiche zur Schuldentilgung verwenden.
QC7: Verpasste Chancen
Der Befriedigungsinitiative unserer OB Frau Dr. Alfons war teilweise erfolgreich. Die Schrebergärtner haben Ihr Ziel erreicht, Sie können zum großen Teil Ihre Gärten behalten. Die Zusagen an den Investor Schauer waren 2017 gegeben, dass die von ihm zu erwerbenden Flächen durch die Stadt gefördert werden, wenigstens was eine Bebauung ermöglicht. Die Bahnlandwirtschaft als Pächter der Flächen sollte nun ihre Aktivitäten in diesem Bereich zurückziehen und die Verpachtung abgeben. Erst dann können die „Schauerflächen“ neu parzelliert und vergeben werden. Was der BUND für ein Spiel spielt, ist nicht erklärbar, und wenn die Natur nicht gepflegte Bereiche zurückholt, werden es „lost places“.
QC8: Freiflächen der DB auf der hinteren Insel
Im Rahmenplan waren die Bebauungen fixiert, der Freiraum zur Gartenschau wurde fixiert. Die Grundstücke gehören oder gehörten der DB. Die Stadt hat Fakten geschaffen, aber keine Entwicklungen. Teure Mietverträge sind nun die Tatsache, und das sind keine „Face News“. Nun sollten Stadt und DB gemeinsam die „win-win-Situation“ für die westliche Insel entwickeln und planen. Zuerst sollte der alte Rahmenplan neu kreiert werden, mittlerweile gehören große Bereiche Herrn Professor Mang oder dessen Familie. Eine Herausforderung nun mit mehreren Partnern konstruktiv zusammenzuarbeiten.
QC9: Flächennutzungsplan FNP
Mit dem "Bauturbo" können weitere Grünflächen zur Bebauung in Lindau frei werden. Eine Einbeziehungssatzung, eine in anderen Kommunen diskutierte Ortsrandsatzung und die Arrondierung mit Erweiterung der Randzonen ist nun umzusetzen. Dazu muss die Stadt die Flächen erwerben und einen Mehrerlös in/bei einem späteren Verkauf mit den vormaligen Eigentümern aufteilen.
Stadtrat Ulrich Jöckel
Günter Klaus
Kreisvorsitzender